Fragen zur Praxis-Ausstattung: Das lässt sich einrichten

Wie ist die perfekte Ordinationseinrichtung gestaltet? Es hängt immer von den PatientInnen ab, aber es gibt bestimmte, definierbare Typen von Gestaltung zur Orientierung.

Fragen zur Praxis-Ausstattung: Das lässt sich einrichten

Gleich vorab: Wenn wir von Praxis-Einrichtung sprechen, meinen wir nicht die technischen Komponenten. Es ist klar, dass alle entsprechenden medizinischen Geräte vorhanden sein und gut platziert sein müssen. Wir meinen vielmehr die individuelle Gestaltung, die Ihrer Ordination gleichzeitig Image, Atmosphäre und Ausstrahlung verleiht. Es geht also um die Eingangs-, Check-In-, Warte- und Behandlungsbereiche.

Unabhängig davon, sollten Sie sich als ÄrztIn über die gängigen Bestimmungen zur Barrierefreiheit informieren. Immerhin können auch unabhängig Ihrer medizinischen Spezialisierung Menschen mit Gehhilfen oder Rollstühlen Ihre Dienste in Anspruch nehmen.

Es kommt immer auf Ihre PatientInnen an.

Ihre PatientInnen (und deren besonderen Bedürfnisse) müssen im Mittelpunkt der Praxis-Einrichtung bzw. -gestaltung stehen. Die Einrichtung muss also in erster Linie funktional sein, erst danach sollten Ihre persönlichen Vorlieben ausgelebt werden.

  • Kinder brauchen kleine Möbel und möglicherweise etwas Spielzeug, um die Wartezeit zu verkürzen.
  • Ältere und körperlich eingeschränkte PatientInnen sollten sich in den Räumen barrierefrei bewegen können.
  • Geriatrie- und Othopädie-PatientInnen sollten Sitzgelegenheiten vorfinden, die leicht zum Hinsetzen und Aufstehen sind.

Was bedeutet das nun „in der Praxis“? Wir haben kurz ein paar Beispiele für Sie als Überblick zusammengefasst:

Sachlich und modern

Klare Formensprache, reduziertes Design und freie Flächen dominieren in dieser Praxis. Ergänzt wird der Eindruck durch geschickt platzierte technische Gadgets wie z.B. Flatscreens und Tablets, die medizinische Infos und Lifestyle-Botschaften transportieren.

  • für Labors, fachspezifische Praxen, hauptsächlich erwachsene und zahlungskräftige Patienten.

Warm und einladend

Die Praxis wirkt wie ein Wohnzimmer, in dem sich alle wohlfühlen sollen. Es gibt eine Couch, einen Tisch, ein paar Pflanzen und persönliche Bilder an der Wand. Hier muss man keine Angst haben, denn man kennt die Ärztin/den Arzt persönlich und kommt immer wieder vorbei.

  • für Allgemeinmediziner, Familienpraxen, Psychotherapeuten, Paartherapeuten.

Klar und beruhigend

Hier bestimmen fernöstliche Elemente das Erscheinungsbild: Ying und Yan, Bronzefiguren, Klangschalen und Kerzen dominieren die Einrichtungsdetails. Buddhafiguren vermitteln, dass in dieser Praxis der innere Fireden höchsten Schutz genießt.

  • für alle emotionalen Fachrichtungen wie z.B. Psychotherapie, Paartherapie, Physiotherapie und seelische Beratungseinrichtungen.

Anregend und kreativ

Die Praxis gleicht einer Gemälde- und Skulpturengalerie. An den Wänden finden sich Bilder (regionaler) Künstler, die die Patienten durchaus zum Hinschauen und vielleicht sogar Begehen der Praxis ermuntern. Aber Achtung: Es ist besser, eine klare künstlerische Linie zu verfolgen, als ein dekoratives Allerlei zu präsentieren.

  • so gut wie für jede medizinische Fachrichtung geeignet. Vorausgesetzt, die ausgestellte Kunst entspricht wirklich Ihrem persönlichen Geschmack.

Bunt und verspielt

Kleine Sessel und Tische, eine Spielecke und viele verschiedene Farben bestimmen die Einrichtung dieser Praxis. Klar, wer mit kleinen Patienten zu tun hat, muss sie während der Wartezeit auch bei guter Laune halten.

  • ganz klar für Kinderärzte – oder in Form von Spielecken für andere medizinische Fachrichtungen mit Familienbezug.

Geordnet und funktional

Übersichtlicher Check-In, ein klar definiertes Wartezimmer mit vielen Sesseln und Tischen für die obligatorischen Zeitschriften. Eindeutige Wegweiser zu den Behandlungszimmern und Dispenser für medizinische Infofolder.

  • für Allgemeinmediziner, die möglichst unkompliziert eine möglichst hohe Anzahl an Patienten behandeln wollen – in dieser Art allerdings schon von den meisten Kassenärzten abgedeckt …

Unabhängig davon, welche Ideen Sie selbst haben, bzw. der Innenarchitekt oder Ihre medizinische Fachrichtung vorgibt: betrachte Sie ihr Arbeitsfeld ganz objektiv und orientieren Sie sich an den Bedürfnissen Ihrer Patienten.

 

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Mag. Amir Moussa, Geschäftsführer von Care01.

 

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