Aus gelbem Mutter-Kind-Pass wird digitaler Eltern-Kind-Pass | Einzelzellatlas lässt Ansprechen auf Immuntherapie besser vorhersagen

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Aus gelbem Mutter-Kind-Pass wird digitaler Eltern-Kind-Pass |  Einzelzellatlas lässt Ansprechen auf Immuntherapie besser vorhersagen

Aus gelbem Mutter-Kind-Pass wird digitaler Eltern-Kind-Pass

Der Mutter-Kind-Pass wird reformiert. Das 1974 eingeführte gelbe Büchlein wird einerseits umbenannt und in seinen Leistungen erweitert und anderseits digitalisiert. Der neue Eltern-Kind-Pass soll 2024 fertig sein. Gleichzeitig soll auch der zuletzt entflammte Konflikt der Ärztekammer mit der Sozialversicherung wegen der aus Sicht der Ärzte zu niedrigen Tarife für Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen gelöst werden. Er wird schon 2023 mehr Geld geben, kündigte die Regierung an. Der Mutter-Kind-Pass ist fast 50 Jahre alt und hat erheblich zur Reduzierung der Säuglingssterblichkeit in Österreich beigetragen. In Österreich werden jährlich rund 80.000 Kinder geboren, 50.000 davon sind Erstgeburten. Die im Mutter-Kind-Pass vorgeschrieben Untersuchungen sind verpflichtend, um das Kinderbetreuungsgeld vollständig zu erhalten. Diese Leistungen werden künftig um eine psychosoziale Beratung, ein weiteres Hebammengespräch, eine zusätzliche Ultraschall-Untersuchung und ein zusätzliches Hörscreening für Neugeborene erweitert. Auch das Angebot einer Elternberatung sowie einer Ernährungs- und Gesundheitsberatung werden aufgenommen. Zudem wird der Pass digitalisiert und die zuständigen Ministerien in einem eigenen System vernetzt. Die Arbeiten dazu starten im kommenden Jahr. Mit der Digitalisierung soll die Dokumentation der Untersuchungsergebnisse deutlich verbessert werden. So können Befunde zwischen behandelnden Ärzten und Hebammen in elektronischer Form leichter weitergegeben werden. Die Digitalisierung verbessert auch die Absicherung bei einem Verlust des Passes

 

Einzelzellatlas lässt Ansprechen auf Immuntherapie besser vorhersagen

Innsbrucker Forscher haben den ersten hochauflösenden Einzelzellatlas zum Lungenkarzinom erstellt. Dafür wurden 1,7 Milliarden Messungen von 1,3 Millionen Zellen aus 318 Lungenkrebs-Patienten analysiert, teilte die Medizinische Universität Innsbruck am Dienstag mit. Die erfreuliche Folge: Durch diesen Einzelzellatlas kann die Risikoberechnung verbessert und vor allem das Ansprechen auf Immuntherapien besser vorhergesagt werden. Mit einer speziellen, in Innsbruck etablierten Einzelzell-Analyse sei es zudem gelungen, neue Subtypen von spezifischen Immunzellen zu identifizieren, hieß es. Einer dieser Subtypen im Tumorgewebe erwies sich überraschenderweise als anti-tumoral und könnte besonders vorteilhaft für das Ansprechen auf die Immuntherapie sein, wurde betont. "Die präzise Bestimmung der zellulären Komposition des Tumors wird für die Therapieanpassung entscheidend sein", erklärte Studienautor und Onkologe Andreas Pircher. Der Einzelzellatlas soll zudem auf andere Krebserkrankungen erweitert werden. "Wir haben alle Proben von PatientInnen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom, die weltweit bereits sequenziert worden waren, gesammelt und in einem Atlas aufgelistet", beschrieb Studienautor Zlatko Trajanoski, Direktor des Instituts für Bioinformatik am Innsbrucker Biozentrum, die Vorgangsweise, die zum nunmehrigen wissenschaftlichen Erfolg führte. Der Schlüssel zum ebendiesem sei bei diesem Forschungsprojekt in der engen Zusammenarbeit zwischen Onkologen und Molekularen Medizinern aus dem Klinischen Bereich und führenden Bioinformatikern gelegen.

Quelle: APAMED