Wiener Rettung trainiert mit Simulations-Rettungswagen | Forscher bauten mit künstlicher Intelligenz "Genverstärker"

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Wiener Rettung trainiert mit Simulations-Rettungswagen | Forscher bauten mit künstlicher Intelligenz "Genverstärker"

Forscher bauten mit künstlicher Intelligenz "Genverstärker"

Mithilfe von künstlicher Intelligenz kreierten Forscher des Instituts für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien "Genverstärker" (Enhancer), die das Ablesen von Genen auf eine gewünschte Stufe hochregeln. Damit könnte man in Zukunft Gentherapie betreiben, erklären sie in einer Aussendung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht. Ein Team um Alexander Stark und Bernardo Almeida entwickelte einen Lernalgorithmus namens "DeepSTARR", der bei Fruchtfliegen die Aktivität von Genverstärkern anhand seines genetischen Codes (der Gensequenz) vorhersagte. "Wir fanden dabei universelle Regeln, die auch bei anderen Arten wie Menschen gelten", so Stark. Mithilfe dieser Regeln designten die Forscher dann künstliche Genverstärker für Fruchtfliegenzellen. "Sie konnten die Stärke der synthetischen Enhancer mithilfe der Regeln einstellen, die DeepSTARR ermittelt hatte", heißt es in der Aussendung. Damit könnte man in Zukunft die Genaktivität etwa bei einer Gentherapie regulieren, erklärte Almeida.

 

Wiener Rettung trainiert mit Simulations-Rettungswagen

Die Berufsrettung Wien setzt bei Aus- und Fortbildungen auf Simulations-Rettungswagen. Damit können Szenarien direkt im Rettungswagen an jedem Ort und in Echtzeit nachgestellt und analysiert werden. "Mit der Schulstation in Simmering haben wir den Weg der Simulationstechnik eingeschlagen, mit den Simulations-Rettungswagen haben wir sie perfektioniert und zeitlich und örtlich unabhängig gemacht", erklärte Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien. Das System des Simulationstrainings kommt eigentlich aus der Flugzeugbranche, um mit den Crews mögliche Szenarien unter realen Bedingungen durchzuspielen. Auf dieses Training setzt auch die Wiener Rettung: In einem Simulations-Rettungswagen können Szenarien, Versorgungsschritte oder herausfordernde Situationen - wie etwa ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand, der Ausfall eines Geräts oder ein aggressiver Patient - unter den üblichen Arbeitsbedingungen in einem Rettungsfahrzeug nachgestellt werden. Über direkt im Patientenraum angebrachte Kameras werden die Arbeitsschritte des Rettungsteams aufgezeichnet und direkt danach mit einem Lehrer der Rettungsakademie angesehen und besprochen. Das mobile Simulations-System besteht demnach aus einer medizinischen Übungspuppe, Simulationsgeräten, kleinen Kameras sowie einem Laptop als Steuerungsgerät und kann derzeit in acht Rettungswagen im Stadtgebiet eingesetzt werden. "Die Simulations-Trainer der Rettungsakademie kommen damit direkt zu den Rettungsteams innerhalb des Stadtgebietes", hieß es in der Aussendung. Die Wiener Rettung setzt seit 2018 auf Simulation – damals wurde eine Schulstation in Simmering eröffnet, die bereits mit Simulation ausgestattet ist.

Quelle: APAMED