Neue Initiative: "Du+Ich=Österreich" - Nur Boosterimpfung schützt vor Omikron - KI analysiert Krebsgeschwüre

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Neue Initiative: "Du+Ich=Österreich" - Nur Boosterimpfung schützt vor Omikron - KI analysiert Krebsgeschwüre

Impfdurchbrüche selten und fast nur bei Risikopersonen

Die Covid-19-Impfung schützt mehrfach - zu einem hohen Anteil gegen Infektionen mit SARS-CoV-2, offenbar extrem gut gegen schwere Krankheitsverläufe. US-Daten des staatlichen Centers for Disease Control and Prevention von 1,2 Millionen Erwachsenen nach zwei Teilimpfungen im Zeitraum Dezember 2020 bis Oktober 2021 belegen jetzt: Nur 0,2 Prozent erkrankten nach der Impfung überhaupt. Die allermeisten Betroffenen mit dann schwerem Verlauf wiesen zumindest einen von acht Risikofaktoren auf. Analysiert wurden Covid-19- Erkrankungen bei 1,2 Millionen Personen, die zwischen Dezember 2020 und Oktober 2021 zweimal mit einer mRNA-Vakzine oder einmal mit dem Johnson & Johnson (Janssen)-Vektor-Impfstoff immunisiert worden waren. Die Personengruppe bestand aus Menschen über 18 Jahre mit Kontakt zu 465 US-Primärversorgungseinrichtungen. Die Ergebnisse sind zunächst einmal ein weiteres überragendes Argument für die Covid-19- Impfung, auch wenn dabei noch nicht eine dritte Teilimpfung berücksichtigt werden konnte: Von den 1,2 Millionen Geimpften erkrankten 2.246 (0,18 Prozent) trotzdem an Covid-19. 189 Patienten wiesen einen schweren Krankheitsverlauf mit akutem Atemversagen nicht-invasiver Beatmung oder Aufnahme in eine Intensivstation auf. Das waren nur 0,015 Prozent aller Geimpften. 36 Patienten starben, somit 1,6 Prozent der Covid-19-Patienten nach Impfung (0,0033 Prozent an den insgesamt 1,2 Millionen Immunisierten). 5,7 Prozent der Erkrankten hatten ein akutes Atemversagen oder benötigten eine nicht-invasive Beatmung (ohne Intensivstation) und überlebten. 1,1 Prozent der Erkrankten mussten auf eine Intensivstation und überlebten. Eine Gefährdung auch bei Geimpften für einen schweren Verlauft betrifft zum allergrößten Teil besondere Risikogruppen: Acht Faktoren tragen zu einer erhöhten Gefahr bei. Über 65-Jährige wiesen das 3,2-fache Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf trotz Impfung auf. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. bestimmte Chemotherapien bei Krebs) hatten das 1,9-fache Risiko. Chronische Lungen- oder Lebererkrankungen bedeuteten eine erhöhte Gefährdung um das 1,7-Fache. Auch chronische Nierenleiden (Faktor 1,6), neurologische Erkrankungen und Diabetes (jeweils Faktor 1,5) und Herzleiden (Faktor 1,4) bedeuteten eine erhöhte Gefahr. 78 Prozent der Patienten, die starben, hatten vier dieser Risiken.

Quelle: APAMED; Rubrik: Medical Week

 

Neue Initiative für mehr Zusammenhalt gestartet

Um nach zwei Jahren Coronakrise tiefe Gräben in der Gesellschaft wieder zuzuschütten, hat das Rote Kreuz, die Österreichische Ärztekammer (ÖAK), die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und der ORF eine Initiative für mehr Zusammenhalt gestartet. Ziel der Aktion "Du+Ich=Österreich" ist, die entstandenen Gegensätze zu überbrücken. Sie will zeigen, dass unterschiedliche Meinungen und Standpunkte normal sind, und, dass alle Seiten und Gegensätze Platz in Österreich haben, sofern sie sich auf dem Boden der Gesetze und der Verfassung bewegen, wurde betont. Die bundesweite Kampagne startet mit Print-Inseraten, TV- und Radiospots, eigener Internetseite und Social Media Kommunikation. In TV-Spots wird etwa gezeigt, dass es die Unterschiede sind, die die Gesellschaft weiterbringt. Dabei werden bewusst nicht die Impfung, sondern der Dialog, das Gemeinsame, Offenheit, aber auch Gegensätzlichkeit, Vielfalt, Solidarität und Respekt in den Mittelpunkt gestellt.

Quelle: APAMED; Rubrik: Medical Week

 

KI kann Einschätzung von Krebsgeschwüren verbessern

Künstliche Intelligenz (KI) hilft Ärzten, die Gefährlichkeit von Tumoren einzuschätzen, berichten Forscher der Veterinärmedizinischen Uni Wien. Sie entwickelten ein Computerprogramm mit dem Pathologen verlässlichere Krebsdiagnosen erstellen können. Es unterstützt sie, maßgebliche Bereiche im Geschwür zu wählen, und dort die Teilungsaktivität der potenziell bösartigen Zellen zu erfassen, erklären sie im Fachjournal "Veterinary Pathology". Die Forscher um Christof Bertram vom Institut für Pathologie der Vetmeduni Wien ließen 23 Pathologen Tumorproben von Hunden untersuchen. Sie zählten dabei die Anzahl der sich teilenden Zellen (Mitosezählung) in einem möglichst charakteristischen Geschwür-Bereich. Die Bekannte Methode habe einen gravierenden Nachteil: "Abhängig von der untersuchenden Person unterscheiden sich die Ergebnisse." Dies könne zu einer falschen Beurteilung führen, ob ein Tumor bösartig ist. Mit "voller Computerunterstützung", also wenn die Algorithmen das Untersuchungsgebiet in der Gewebeprobe aussuchen halfen und bei der Zählung mitwirkten, waren die Diagnosen deutlich verlässlicher und genauer, berichten die Wissenschafter.

Quelle: APAMED; Rubrik: Forschung

 

Nur Boosterimpfung schützt vor Omikron

Eine neue internationale Studie unterstreicht die Bedeutung der Drittimpfung im Kampf gegen die grassierende Omikron-Variante des Coronavirus. Laut der Untersuchung von Experten aus Boston und Harvard sind nur mit mRNA-Impfstoffen geboosterte Personen gegen die neue Variante geschützt, Genesene und Geimpfte dagegen nicht. Untersucht wurden Blutproben von 239 Personen, die mit Moderna, Biontech/Pfizer oder Janssen geimpft worden waren. Die Studie ergab, dass die Antikörper nach dem Booster mit mRNA-Impfstoffen kaum schwächer gegen Omikron wirkten als gegen das ursprüngliche Virus, den sogenannten Wildtyp. Andere Impfschemata zeigten hingegen kaum oder keine Wirkung gegenüber der neuen Virusvariante. Berücksichtigt bei der Studie wurde auch, wie lange die Impfung zurücklag und ob die Geimpften zusätzlich eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 durchgemacht hatten. Die Blutproben wurden hinsichtlich ihrer neutralisierenden Wirkung gegen den Wildtyp, Delta und Omikron getestet. Neutralisierende Wirkung auf die Omikron-Variante konnte bei den meisten Proben nicht festgestellt werden. Lediglich mit mRNA-Impfstoffen geboosterte Personen wiesen neutralisierende Antikörper und Wirksamkeit gegen Omikron auf - und zwar nahezu in derselben Stärke wie gegen die ursprüngliche Variante.

Quelle: APAMED; Rubrik: Forschung