Die größten Risikofaktoren für die Sicherheit in Ordinationen #1

Erkennen Sie Risiken in der Ordination, um sich und Ihre Mitarbeiter*innen zu schützen: Ein Einstieg ins Thema.

Die größten Risikofaktoren für die Sicherheit in Ordinationen #1

Wenn von Risikofaktoren im Zusammenhang mit Ordinationen gesprochen wird, steht ein Risikofaktor an absolut erster Stelle – nämlich der Umstand, sich nicht mit Gefahrenquellen und Risikofaktoren auseinanderzusetzen.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Mediziner*innen und medizinisches Personal im Allgemeinen immer mehr zur Zielscheibe von verbalen und bedauerlicherweise auch von physischen Attacken werden. Die Gründe dafür sind vielfältig, die Verschärfung der Lage durch aggressive und unsachliche Diskussionen über die Corona-Pandemie und das Impfthema liegen dabei auf der Hand. Daher ist es notwendig, sich als Mediziner*in neben der herausfordernden Aufgabe der medizinischen Betreuung von Patient*innen auch mit dem Thema Gefahren und dadurch entstehende Risiken zu beschäftigen. Durch den Umfang und die Vielfalt der Thematik ist ein einfaches, übersichtliches Ranking oder die Eingrenzung auf einige wenige Risikofaktoren schwierig. Zu Beginn einer Reihe weiterführender Informationen zu den Themen Risiko und Risikomanagement werden vorerst die Risikofelder umrissen, in deren Spannungsfeld die tägliche Arbeit in Ordinationen stattfindet.

Die Risikofelder, also jene Bereiche, in denen sich Gefahren ergeben, können grob umrissen werden:

Risikofaktor personale Interaktion
Risikofaktor Arbeitsumfeld
Risikofaktor Behandlungsbereich
Risikofaktor Baulichkeiten
Risikofaktor soziales Umfeld, Lage der Ordination

Als Einstieg in die Risikothematik soll als nicht zu unterschätzender Risikofaktor auf die personale Interaktion eingegangen werden, also die Interaktion und Kommunikation mit Patient*innen. Die nachfolgende Auflistung situationsbedingter Risikofaktoren, aus denen sich bedrohliche Umstände ergeben können, ist beispielhaft, zeigt aber gut, woraus sich Eskalationspotenzial entwickeln kann:

Patient*innen möchten Forderungen unbedingt durchsetzen – beispielsweise die Ausstellung eines Rezepts
Patient*innen fühlen sich hilflos und eingeschüchtert – Unsicherheit kann schlagartig in Aggression umschlagen
Erwartungen von Patient*innen können nicht erfüllt werden, Patient*innen werden dadurch frustriert
Patient*innen sind alkoholisiert oder stehen unter dem Einfluss anderer Rauschmittel
Patient*innen sind auf Entzug
Patient*innen verhalten sich deutlich von der sozialen Norm abweichend
Kommunikationsprobleme aufgrund unterschiedlicher Sprachen
Verständnisprobleme wegen der Kommunikationsinhalte
Verständnis- und Verständigungsprobleme aufgrund kultureller oder religiöser
Barrieren
Andere Verständigungsprobleme wie Dialekt, undeutliches Sprechen usw.

Für das Abschätzen von Risiko ist es in weiterer Folge notwendig, Erfahrungen und mental gestaltete Szenarien durchzudenken und Risikobehandlungsmaßnahmen zu entwickeln.
An dieser Stelle wird kontinuierlich auf diverse Risikolagen eingegangen und werden Maßnahmen zur Risikobehandlung bzw. Maßnahmen zur Risikominimierung vorgestellt.


Für Fragen und Anregungen stehen die Spezialist*innen von Silent Elephant unter info@silentelephant.at gerne zur Verfügung.
 

 

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